Was ist das Pfeiffersche Drüsenfieber?

Das Pfeiffersche Drüsenfieber (infektiöse Mononukleose) ist eine Viruserkrankung, die relativ häufig auftritt. Verursacher ist das Epstein-Barr-Virus, das der Gruppe der Herpes-Viren angehört und die b-Lymphozyten befällt, welche für die Antikörperbildung verantwortlich sind.
Infolge der Infektion treten im Blutbild atypische weiße Blutzellen auf, die der Erkrankung ihren wissenschaftlichen Namen (Mononucleosis infectiosa=infektionsbedingt veränderte Monozyten) gegeben haben.

Man kann die Krankheit in jedem Alter bekommen. Meist sind jedoch Kinder im Alter zwischen vier und 15 Jahren betroffen. Nur selten ist die Erkrankung gefährlich, meistens verläuft sie mild.

Bei Kindern wird das Pfeiffersche Drüsenfieber oft nicht erkannt, da sie nur Symptome wie Fieber und Müdigkeit zeigen, und die Krankheit nur relativ kurze Zeit andauert. Bei Jugendlichen oder Erwachsenen kann sich die Erkrankung über längere Zeit ausdehnen. Wer die Krankheit einmal hatte, ist in der Regel ein Leben lang immun.

Wie wird es übertragen?

Das Epstein-Barr-Virus wird hauptsächlich durch Tröpfchen und über den Speichel übertragen, zum Beispiel durch Küssen (daher das engliche Synonym Kissing-Disease). 
Die Infektion kann aber auch durch Husten, Niesen oder über Trinkgefäße erfolgen (Tröpfcheninfektion). Der Zeitraum zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit (Inkubationszeit) ist sehr unterschiedlich. Bei Kindern beträgt die Inkubationszeit etwa zehn Tage, bei Jugendlichen zwischen 30 und 50 Tagen. Nicht jeder, der mit einer infizierten Person Kontakt hatte, erkrankt. Erwachsene sind bis zu 98 Prozent immun.

Welche Symptome treten auf?

  • Die Erkrankung beginnt meist mit grippeähnlichen Beschwerden.
  • Typisch sind schmerzhafte und meist dick geschwollene Lymphknoten - besonders am Hals. Es können aber auch alle Lymphknoten des Körpers betroffen sein.
  • Halsschmerzen mit geschwollenen Mandeln, auf denen sich ein dicker, grau-weißer Belag bildet
  • Fieber
  • Müdigkeit, Abgeschlagenheit
  • Muskelschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Manche Kinder haben Bauchschmerzen. Die Ursache hierfür ist eine Vergrößerung der Milz und der Leber.
  • Selten tritt ein Hautausschlag auf. Man erkennt ihn an den mit Pünktchen übersäten rötlichen Stellen am Körper.

Das Pfeiffersche Drüsenfieber kann bei Kindern unterschiedlich stark ausgeprägt sein. Manche haben hohes Fieber und fühlen sich schwer krank, andere zeigen trotz Ansteckung überhaupt keine Symptome. Krankheitssymptome halten meist ein bis zwei Wochen an. Manche Kinder sind aber noch Wochen und Monate danach müde und abgeschlagen.