22. August 2004: Echt sächsische Kartoffelsuppe

Unter unseren brasilianischen Freunden wurde der Wunsch immer lauter, dass wir doch einmal etwas echt Deutsches kochen. Zuerst dachten wir an Roulade mit Sauerkraut und Klößen oder Kartoffelsalat mit Bratwurst. Doch aufgrund mangelnder Zutaten und da sich schließlich etwa 15 Leute zum Essen anmeldeten entschieden wir uns für eine echt sächsische Kartoffelsuppe. Zuerst hieß es einkaufen gehen: wobei wir ziemliche Probleme hatten erst die entsprechenden Zutaten zu identifizieren (was heißt Majoran auf Portugiesisch?) und sie dann schließlich auch zu bekommen (Sellerieknollen sind in Brasilien wohl nicht so weit verbreitet). Nachdem wir dann etwa 4 Kilo Kartoffeln, 1.5 Kilo Zwiebeln, jede Menge Möhren und andere Zutaten durch die halbe Stadt geschleppt hatten, konnte es losgehen. Unsere erste Entdeckung: Die Kartoffeln reichen nicht. Also noch einmal einkaufen. Schließlich konnte das Kartoffelnschälen beginnen und bei den Zwiebeln flossen auch einige Tränen. Nach etwa 2 Stunden war es dann soweit. Die Suppe konnte serviert werden und wurde mit offensichtlich großer Begeisterung aufgenommen. Der ein oder andere Brasilianer wurde zum wiederholten Male am Kochtopf gesichtet um sich Nachschlag zu besorgen und auch wir waren mit dem Ergebnis sehr zufrieden.