20. August 2004: Ausflug nach Campos do Jordão

Am Donnerstag hatten wir kurzfristig beschlossen, dass wir doch endlich mal anfangen sollten etwas vom Land zu sehen. Da São Paulo zwar vergleichsweise nahe liegt, aber uns als ersten Ausflug vielleicht doch etwas überfordern würde, entschieden wir und für Campos do Jordão, eine Stadt in ca. 1700m Höhe. Das Besondere ist, dass dort ziemlich viele europäische Einwanderer wohnen, die den Stil des Stadtzentrums deutlich geprägt haben. So gab es unter anderem einige Deutsche und Italienische Restaurants und in einem Geschäft gab es ein Regal mit echt deutschen Lebensmitteln wie Sauerkraut und sogar Apfel-Krümel-Tee (natürlich zu einem Horror Preis, zum Glück habe ich noch genug Apfel-Krümel-Tee auf Vorrat dabei). Ansonsten gab es in der Stadt noch einen relativ sinnlosen Rummel und einen Sessel-Lift, der einen Berg raufführte, auf dem es außer schöner Aussicht, einem Plaste Elefanten und einem zerfallenen Haus nichts gab. Zur größten Mittagshitze sind wir dann noch ein Stückchen gewandert und haben schließlich einen Wasserfall erreicht, der ein ziemlicher Touristen Treffpunkt zu sein schien. Nachdem wir uns dort eine kalte Schokolade genehmigt hatten, wanderten wir wieder zurück zur Stadt und aßen in einem typisch brasilianischen Essen-nach-Kilopreis-Restaurant zu Mittag.
Gegen Abend fuhren wir dann nach Hause und hatten genug Zeit den schönen Sternenhimmel vom Bus aus zu beobachten. In brasilianischen Reisebussen ist es auch üblich, dass einige Leute stehen müssen (bei uns nicht denkbar!). Leider hatten wir auch das Pech, dass ein ziemlich angetrunkener Mann mit 2 großen Tüten undefinierbaren Inhaltes neben uns niederließ. Das raubte uns im wahrsten Sinne des Wortes den Atem und wir hatten die Qual der Wahl zwischen Ersticken oder im kalten Fahrtwinde zu erfrieren. Irgendwann sind wir dann doch wieder im guten alten Itajubá angekommen und gingen recht früh zu Bett (kein Wunder nachdem wir halb 5 aufgestanden waren).

Fotos zum Ausflug